Bundeswaldprämie Waldbesitzer

 

Liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

 

immer wieder erhalten wir Anfragen zu der Bundeswaldprämie. Oft sind es Probleme mit der Bereitstellung der Unterlagen, oft sind die geschilderten Einzelfälle so speziell, dass wir darauf keine Antwort geben können. Dann ist der beste Weg, sich direkt mit der Bewilligungsstelle bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), möglichst per Email, in Verbindung zu setzen und eine Lösung herbeizuführen. Nachfolgend erhalten Sie aktuelle Informationen zu Sachstand und zur Lösung bei fehlerhaft gestellten und abgelehnten Anträgen.

 

Bezüglich des Antragsverfahrens für die Waldprämie (https://www.bundeswaldpraemie.de) hat die FNR die AGDW (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände) angesprochen und um Unterstützung gebeten.

      Momentan sind ca. 50% der bei der FNR online eingehenden Anträge falsch oder unvollständig. Dieses führt, so die FNR, zur erheblichen Verzögerungen beim Antragsverfahren. Die FNR hat daher eindringlichauf die Hinweiseauf der Antragsseite verwiesen: https://www.bundeswaldpraemie.de/online-antrag#c40379.

      Alle Nachweise müssen unter Verwendung des Rücksendeblattes postalischbei der FNR eingehen. Unterlagen, die per E-Mail übermittelt werden, können nicht berücksichtigt werden.

      Insbesondere ist zu beachten, der FNR den aktuellen (Jahr 2020) und vollständigen (inklusive Seite 3) SVLFG-Bescheid zukommen zu lassen. Der aktuelle Bescheid kann online bei der SVLFG unter https://portal.svlfg.de/svlfg-apps/waldpraemie  angefordert werden.

      Zudem wird ein vollständiger Nachweis der Zertifizierungbenötigt. Bei Mitgliedschaft in einem Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss (FWZ) muss zusätzlich zur PEFC-Rechnung eine Bestätigung des FWZ vorlegen, dass der Antragssteller dort Mitglied ist und seine Antragsfläche zertifiziert ist. Die Flächengröße des Mitglieds ist auf dieser Bescheinigung in Hektar auszuweisen. Eine Mustervorlagefür die FWZ steht unter https://www.bundeswaldpraemie.de/fileadmin/waldpraemie/dateien/Musterbescheinigung_FZu_201203.pdfzum Download bereit.

 

Bitte beachten Sie diese Hinweise, damit die FNR Ihren Antrag bewilligen kann und keine Verzögerungen entstehen.

 

Daher möchten wir Ihnen heute folgende Informationen weiterleiten:

      Können unvollständige Anträge nachgebessert werden oder werden sie per se abgelehnt und müssen dann neu gestellt werden?

   Bei Unklarheiten (bspw. Hektarangabe auf Mitgliedsbestätigung fehlt) kontaktiert die FNR die Antragsteller direkt und bitten um Klärung.

   Wenn allerdings wichtige Unterlagen fehlen oder nicht aktuell sind (bspw. SVLFG-Bescheid, PEFC-Rechnung…), müssen wir die Anträge ablehnen. Auch bei den sehr häufigen Fehlern (Antragsteller entspricht nicht dem Adressaten des SVLFG-Bescheids; juristische Person hat als natürliche Person beantragt) müssen wir ablehnen.

      Können Sie einen ungefähren Bearbeitungszeitraum angeben, so dass im Fall eines unvollständigen Antrags die Betroffenen zeitnah nachsteuern können?

   Leider kann die FNR zum jetzigen Zeitpunkt dazu keine verlässlichen Angaben machen. Anträge, die vollständig sind können schneller beschieden werden, als solche bei denen noch Klärungsbedarf besteht. Antragsteller bittet die FNR deshalb noch um etwas Geduld.

 

      Nach einer Ablehnung hat der Antragsteller drei Möglichkeiten:

  1. Wenn der Antragsteller der Meinung ist, dass alle Angaben und Unterlagen korrekt waren): schriftlich per Post Widerspruch erheben.
  2. Wenn Unterlagen vergessen wurden bzw. der Fehler behoben werden kann: das Rücksendeblatt nicht unterschreiben und per Post an die FNR schicken. Darauf vermerken: „Ich verzichte auf den Rechtsbehelf und stelle einen neuen Antrag.“ Dann kann der Antragsteller einen neuen Antrag mit den korrekten Angaben und Unterlagen einreichen.
  3. Nach Eingang der Ablehnung 4 Wochen warten und einen neuen Antrag stellen.

 

Die FNR hat auf die Eingaben vieler Waldeigentümer reagiert und das Antragsverfahren nachjustiert.

      Ab sofort können auch Waldbesitzer, die Mitglied in mehreren forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen (FWZ) sind, die Waldprämie beantragen. Das Verfahren zum Beantragen der Nachhaltigkeitsprämie Wald wurde entsprechend erweitert. Bislang liegen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) 57.000 Anträge auf Auszahlung der Prämie vor.

      Die Abfrage der Mitgliedschaften in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen erfolgt jetzt in Kombination mit der Dateneingabe zu den Zertifikaten für nachhaltige Waldbewirtschaftung nach PEFC- oder FSC-Standard bzw. vergleichbare Zertifizierungen.

 

Seit dem Start der Nachhaltigkeitsprämie Ende November 2020 haben rund 57.000 private und kommunale Waldbesitzer die Prämie für bislang ca. 3 Millionen Hektar Wald beantragt. Die Summe der bewilligten Mittel beläuft sich auf über 60 Millionen Euro.

 

Auf der Seite www.bundeswaldpraemie.definden Antragsteller Informationen zum Antragsablauf sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen. Der Online-Antrag ist erreichbar über https://www.bundeswaldpraemie.de/online-antrag.

 

Die einmalige Bundeswaldprämie kann bis zum 31. Oktober 2021online bei der FNR beantragt werden, die das Zahlungsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) abwickelt.

 

Die Forstbetriebsgemeinschaften und Forstbetriebsvereinigungen bitten wir, diese Information auch an ihre Mitglieder weiterzuleiten. Wir hoffen, dass diese Informationen helfen, Fehler zu beheben, so dass möglichst alle rechtmäßig gestellten Anträge auf die Bundeswaldprämie auch zur Bewilligung und Auszahlung gelangen!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Christian Raupach

 

Hessischer Waldbesitzerverband e.V.